Böller statt Granaten im Depot + Nach jahrelangen Bemühungen hat die Panda Feuerwerk GmbH im ehemaligen Bundeswehr-Lager Löwenstedt den Betrieb aufgenommen!
(shz-ume-19.04.2010) Dort, wo einst die Munition für die Nato-Truppen eingelagert wurde, schwere Militär-Lkw zum täglichen Bild gehörten, rollen bald schon wieder Laster, diesmal aber Zivilfahrzeuge. Die ersten sind schon eingetroffen, als Ladung Container mit Feuerwerk. Nach jahrelangem Warten ist es nun soweit, im ehemaligen Munitionsdepot Löwenstedt ist wieder Leben eingekehrt. Die Panda Feuerwerk GmbH hat ihren Betrieb aufgenommen, wenn auch noch im kleinen Umfang, aber: Es tut sich was im Depot.
„Im Augenblick lagert bei uns nur ein Teil Großfeuerwerk“, sagt dazu Peter Zhou, Geschäftsführer der Panda Feuerwerk GmbH. Für dieses professionelle Feuerwerk hat die Gesellschaft nämlich bereits die Genehmigung. Noch wartet sie aber auf die Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung aus Berlin für die anderen Artikel. „Wenn wir acht Raketen in ein Sortiment packen, dann muss es eine Prüfnummer haben“, sagt dazu Zhou. Und diese Nummern werden, so hofft er, in spätestens zwei Monaten alle vorliegen. „Dann können wir unsere Waren von der Muttergesellschaft aus China per Container nach Hamburg schicken, und dort auch vom Zoll freistempeln lassen.“
Auf dem 63 Hektar großen Depotgelände tut sich bereits seit einigen Wochen etwas. Die Wege und Straßen sind mittlerweile von der üppig wuchernden Vegetation befreit worden, die Gebäude freigeschnitten und im Augenblick werden die Strom- und Wasserleitungen überprüft und teilweise erneuert. Allerdings wird die Panda Feuerwerk GmbH nicht wie ursprünglich geplant im nordfriesischen Teil des Depots eine Halle für das Umpacken von Feuerwerk errichten. „Wir haben Anträge an den Nachbarkreis Schleswig-Flensburg gestellt“, sagt dazu der Geschäftsführer.
Die ersten Mitarbeiter sind bereits fest angestellt. Wenn die Container in größerer Stückzahl anrollen, dann sollen im Depot knapp zehn fest angestellte Lageristen beschäftigt werden. Hinzu kommen dann noch einmal rund 20 Saisonkräfte.
Gerd Carstensen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Viöl, ist froh, dass der Betrieb jetzt endlich losgeht. „Es war eine lange und schwierige Geburt“, sagt er, aber er freue sich umso mehr, dass gerade in Löwenstedt neue Arbeitsplätze geschaffen werden, denn dort seien nach der Auflösung des Bundeswehr-Depots auch viele weggefallen. Das Amt selbst habe keine finanziellen Leistungen erbracht, wohl aber die Gemeinde Löwenstedt. Die habe extra ein neues Feuerwehrfahrzeug anschaffen müssen. Carstensen lobt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, die 2008 das Konversionsmanagement eingeführt habe. Dieses Fachressort sei bei der Umwandlung der militärischen Liegenschaft sehr hilfreich gewesen.
Bereits seit 2005 hoffte die Gemeinde Löwenstedt darauf, dass im Depot neue Arbeitsplätze entstehen. Anfänglich waren es dänische Feuerwerker, die dort ihr Material einlagern wollten, doch diese sprangen schnell wieder ab, obwohl die 49 Bunker in Löwenstedt für diesen Zweck optimal sind, da sie die höchsten Sicherheitsklassen erfüllen. Schließlich kaufte die Panda Feuerwerk GmbH das Gelände. Sie will dort ihre Nordeuropa-Zentrale aufbauen. Angst vor größeren Explosionen nach Unfällen braucht niemand zu haben. Die eigentlichen Explosivstoffe werden in den sicheren Bunkern gelagert. Lediglich die Ware, die abgepackt wird, könnte explodieren. Dabei handelt es sich aber immer um begrenzte Mengen.
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Quelle - Husumer Nachrichten / August 2009 - Neues Löschfahrzeug für Feuerwerks-Depot
Nach vier Jahren tut sich etwas im ehemaligen Munitionsdepot Löwenstedt. Noch in diesem Jahr soll dort ein Feuerwerks-Depot eingerichtet werden, die Gemeinde berät nun über den Brandschutz
ume – Es tut sich endlich was im ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr in Löwenstedt. Das chinesische Unternehmen Panda Feuerwerk lässt die Zäune kontrollieren und die ersten Aufräumarbeiten auf dem weiträumigen Gelände laufen an. Schließlich sollen dort, wenn alles nach Plan läuft, bereits in diesem Jahr die ersten Container mit Feuerwerk aus dem Reich der Mitte eingelagert werden. Noch ist es zwar nicht so weit, aber wie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland gestern auf Anfrage bestätigte, seien jetzt alle offenen Fragen geklärt und der Erteilung der Betriebsgenehmigung stehe nichts mehr im Wege – lediglich der Urlaub des zuständigen Mitarbeiters beim Kieler Innenministerium.
Bereits seit 2005 hofft die Gemeinde Löwenstedt darauf, dass im Depot neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Anfänglich waren es dänische Feuerwerker, die dort ihr Material einlagern wollten, doch diese sprangen schnell wieder ab, obwohl die Bunker in Löwenstedt für diesen Zweck optimal sind, da sie die höchsten Sicherheitsklassen erfüllen.
Schließlich kaufte die Panda Feuerwerk GmbH das Gelände. Sie will dort ihre Nordeuropa-Zentrale aufbauen. Damit verbunden ist auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze, doch noch steht nicht fest, wie viel es tatsächlich werden.
Auf alle Fälle muss aber der Gemeinderat von Löwenstedt am kommenden Dienstag (18.) unter anderem über das Thema Brandschutz im ehemaligen Bundeswehr-Depot beraten. Schließlich sollen dort tonnenweise hochexplosive Feuerwerksstoffe eingelagert werden. Und im Falle eines Falles, so Nordfrieslands Brandmeister Christian Albertsen, müsste auch die Wehr vor Ort in der Lage sein, einzugreifen.
Bilder wie im Mai 2000 aus dem niederländischen Enschede, wo eine Feuerwerksfabrik in die Luft geflogen war, oder aus dem dänischen Kolding, wo im November 2004 Container mit Feuerwerk explodierten, sollen laut Albertsen in Löwenstedt nicht möglich sein. In Enschede gab es 22 Tote zu beklagen, in Kolding kam ein Feuerwehrmann ums Leben. Die eigentlichen Explosivstoffe würden nämlich in den sicheren Bunkern gelagert. Lediglich die Ware, die für den Verkauf abgepackt werde könnte hochgehen, allerdings handele es sich dabei dann nicht um die riesigen Mengen wie im Gesamt-Depot.
Die Freiwillige Feuerwehr Löwenstedt muss zur Erfüllung der Aufgaben nun ein größeres Fahrzeug anschaffen. Allerdings dürfte für den Anfang ein gebrauchter Feuerwehrwagen diesen Zweck erfüllen. Und auch die Frage der Stationierung müsse geklärt werden. Laut Albertsen reicht das alte Gerätehaus in Löwenstedt zur Unterstellung nicht aus, das neue Fahrzeug könnte daher im ehemaligen Depot einen Stellplatz finden. Probleme mit Führerscheinen für ein größeres Fahrzeug sieht er ebenfalls nicht, denn in Löwenstedt seien überwiegend Landwirte in der Feuerwehr aktiv, und die hätten fast alle die alte Fahrerlaubnis der Klasse II.
Wie sich künftig der Brandschutz im Depot entwickelt, stehe noch nicht fest. Denkbar wäre etwa der Aufbau einer Betriebsfeuerwehr oder zumindest die Schulung einiger Mitarbeiter. Doch über diese Details, sagt Albertsens, müsse auch mit der Panda Feuerwerk GmbH, der Gemeinde und der Feuerwehr noch gesprochen werden.
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SHZ - 11.06.2009 /
Neue Hoffnung: Bald Umbau im alten Depot
Seit vier Jahren warten die Löwenstedter darauf, dass sich etwas im ehemaligen Munitionsdepot tut. Jetzt soll im Sommer mit dem Umbau begonnen werden. Es entsteht ein Lager für Feuerwerk.
Löwenstedt
ume - Neue Hoffnung: Bald Umbau im alten Depot
Seit vier Jahren warten die Löwenstedter darauf, dass sich etwas im ehemaligen Munitionsdepot tut. Jetzt soll im Sommer mit dem Umbau begonnen werden. Es entsteht ein Lager für Feuerwerk.
LöwenstedtSo recht mag in Löwenstedt und im Amt Viöl niemand mehr daran glauben, dass eines Tages im ehemaligen Bundeswehr-Munitionsdepot Löwenstedt wieder Geschäftigkeit einzieht. Zu oft wurde die Hoffnung auf Schaffung neuer Arbeitsplätze mitten in der „Walachei“ entäuscht. Dabei hatte alles bereits vor vier Jahren, im Jahr 2005, angefangen. Die dänische Feuerwerksindustrie zeigte Interesse an dem ehemaligen Depot, um dort ihre explosiven Artikel einzulagern.Doch daraus wurde nach längeren Verhandlungen nichts mehr, denn offensichtlich hatten die Skandinavier nur Verhandlungen aufgenommen, um Druck auf die eigene Regierung auszuüben. Die hatte nämlich seinerzeit geplant, die Lagerstätten beim dänischen Militär für zivile Nutzer zu streichen. Der Coup war erfolgreich, Kopenhagen lenkte ein und die dänischen Feuerwerker dürfen weiterhin ihre Silvesterknaller und -raketen beim Militär einlagern.
Neue Hoffnung auf Arbeitsplätze keimte in der strukturschwachen Region, als sich ein chinesischer Investor meldete. Die Panda Feuerwerk GmbH zeigte Interesse an dem alten Munitionsdepot. Anfang 2007 hieß es: „Mitte des Jahres kommen die ersten Chinaböller.“ Doch daraus wurde nichts. Zwar kaufte das Unternehmen das 63 Hektar große Gelände mit mehreren Gebäuden und 49 Bunkern, doch Panda Feuerwerk geriet in die Mühlen der deutschen Bürokratie. Erst fehlten noch Sicherheitszertifikate, dann waren es beispielsweise Genehmigungen von der Forst- oder Wasserbehörde. Immer wieder versicherte Geschäftsführer Peter Zhou: „Wir wollen hier unsere Nordeuropa-Zentrale aufbauen.“ Doch im Detail gab es immer wieder Probleme, etwa wenn es um den Brandschutz und die Anlage von Feuerlöschteichen und Ähnlichem ging.
Jetzt verbreitet Matthias Volmari von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland neue Hoffnung. „Wir sind so weit mit allen Genehmigungsverfahren und Unterlagen, dass im Sommer mit den Umbauten begonnen werden kann.“ Und diesmal ist Volmari wirklich zuversichtlich, denn erst Anfang des Jahres war auch der oberste Boss der Panda-Feuerwerke aus China angereist und hatte sich das Areal vor Ort nochmals angesehen und bestätigt, dass es ausgebaut werden soll.
Das chinesische Unternehmen hat entgegen allen Unkenrufen Löwenstedt nicht abgeschrieben, ganz im Gegenteil. Es soll dort mehr und größer umgebaut werden, als anfänglich geplant. Ursprünglich war vorgesehen, dass dort die vorhandenen Hallen und Gebäude für das Umverpacken der mit Containern aus China gelieferten Ware genutzt werden sollen. Jetzt allerdings sind umfangreichere Umbauten vorgesehen.
Wie viele Arbeitsplätze dort tatsächlich entstehen werden, wenn der Betrieb läuft und nicht nur Feuerwerk für Deutschland, sonder auch für ganz Skandinavien eingelagert und umgepackt wird, steht noch nicht fest. Aber neben einer ganzen Reihe von Festanstellungen werden auch eine ganze Menge Saisonsarbeitskräfte benötigt. Und Volmari hat noch eine gute Nachricht. Die Interessenten, die sich schon bei Bekanntgabe der Pläne gemeldet hatten, wurden an die Panda Feuerwerk GmbH weitergemeldet. Und von dort, sagt der Wirtschaftsförderer, gebe es zumindest dass Signal, dass sie in den Auswahlprozess kommen.
– So recht mag in Löwenstedt und im Amt Viöl niemand mehr daran glauben, dass eines Tages im ehemaligen Bundeswehr-Munitionsdepot Löwenstedt wieder Geschäftigkeit einzieht. Zu oft wurde die Hoffnung auf Schaffung neuer Arbeitsplätze mitten in der „Walachei“ entäuscht. Dabei hatte alles bereits vor vier Jahren, im Jahr 2005, angefangen. Die dänische Feuerwerksindustrie zeigte Interesse an dem ehemaligen Depot, um dort ihre explosiven Artikel einzulagern.
Doch daraus wurde nach längeren Verhandlungen nichts mehr, denn offensichtlich hatten die Skandinavier nur Verhandlungen aufgenommen, um Druck auf die eigene Regierung auszuüben. Die hatte nämlich seinerzeit geplant, die Lagerstätten beim dänischen Militär für zivile Nutzer zu streichen. Der Coup war erfolgreich, Kopenhagen lenkte ein und die dänischen Feuerwerker dürfen weiterhin ihre Silvesterknaller und -raketen beim Militär einlagern.
Neue Hoffnung auf Arbeitsplätze keimte in der strukturschwachen Region, als sich ein chinesischer Investor meldete. Die Panda Feuerwerk GmbH zeigte Interesse an dem alten Munitionsdepot. Anfang 2007 hieß es: „Mitte des Jahres kommen die ersten Chinaböller.“ Doch daraus wurde nichts. Zwar kaufte das Unternehmen das 63 Hektar große Gelände mit mehreren Gebäuden und 49 Bunkern, doch Panda Feuerwerk geriet in die Mühlen der deutschen Bürokratie.
Erst fehlten noch Sicherheitszertifikate, dann waren es beispielsweise Genehmigungen von der Forst- oder Wasserbehörde. Immer wieder versicherte Geschäftsführer Peter Zhou: „Wir wollen hier unsere Nordeuropa-Zentrale aufbauen.“ Doch im Detail gab es immer wieder Probleme, etwa wenn es um den Brandschutz und die Anlage von Feuerlöschteichen und Ähnlichem ging.
Jetzt verbreitet Matthias Volmari von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland neue Hoffnung. „Wir sind so weit mit allen Genehmigungsverfahren und Unterlagen, dass im Sommer mit den Umbauten begonnen werden kann.“ Und diesmal ist Volmari wirklich zuversichtlich, denn erst Anfang des Jahres war auch der oberste Boss der Panda-Feuerwerke aus China angereist und hatte sich das Areal vor Ort nochmals angesehen und bestätigt, dass es ausgebaut werden soll.
Das chinesische Unternehmen hat entgegen allen Unkenrufen Löwenstedt nicht abgeschrieben, ganz im Gegenteil. Es soll dort mehr und größer umgebaut werden, als anfänglich geplant. Ursprünglich war vorgesehen, dass dort die vorhandenen Hallen und Gebäude für das Umverpacken der mit Containern aus China gelieferten Ware genutzt werden sollen. Jetzt allerdings sind umfangreichere Umbauten vorgesehen.
Wie viele Arbeitsplätze dort tatsächlich entstehen werden, wenn der Betrieb läuft und nicht nur Feuerwerk für Deutschland, sonder auch für ganz Skandinavien eingelagert und umgepackt wird, steht noch nicht fest. Aber neben einer ganzen Reihe von Festanstellungen werden auch eine ganze Menge Saisonsarbeitskräfte benötigt. Und Volmari hat noch eine gute Nachricht. Die Interessenten, die sich schon bei Bekanntgabe der Pläne gemeldet hatten, wurden an die Panda Feuerwerk GmbH weitergemeldet. Und von dort, sagt der Wirtschaftsförderer, gebe es zumindest dass Signal, dass sie in den Auswahlprozess kommen.